XXXII. Ueckermünder Haffmarathon am 28.03.2015

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Der Haffmarathon in Ueckermünde war mir bisher nur vom Hörensagen bekannt, gelaufen bin ich dort bisher noch nie. Matze jedoch war in Ueckermünde schon dreimal Landesmeister im Marathon geworden und hatte hier seine persönliche Marathonbestzeit aufgestellt. Von den Teilnehmerzahlen her ist es ein eher kleiner Marathon und es müssen für 42 km sechs Runden von jeweils 7 km gelaufen werden. Soweit mein Wissenstand zu diesem Lauf.

Matze hatte in diesem Jahr auf den Haffmarathon hintrainiert, wollte hier gewinnen und wieder Landesmeister werden. Gudrun und ich wollten ihn als persönliche Fantruppe unterstützen.

Aber nur zuschauen? Wenn ich schon da bin, wollte ich zumindest auch laufen. Ein ganzer Marathon wäre mir zum jetzigen Zeitpunkt zu viel gewesen, bin dafür nicht gut genug vorbereitet. Umso erfreulicher fand ich die Info, dass auch ein Halbmarathon möglich ist, wenn auch ohne Laufcupwertung. Aber darauf kam es mir nicht an, denn die fünf Laufcupläufe bekomme ich schon voll und für einen Podestplatz brauche ich hier keine Laufcup-Punkte zu sammeln. Also meldete ich mich für den lediglich Halben an, wäre auch ein guter Test für den Halbmarathon in Spreewald. Nach meinem Halbmarathon könnte ich dann noch Matze bei seinem Zieleinlauf anfeuern. So war mein Plan.

Und wie es dann so mit Plänen ist, irgendetwas kommt ab und zu dazwischen :-/ . Bei Matze war es eine heftige Erkältung, die er sich eingefangen hatte. An einen Marathonstart war nicht zu denken. Sein Anruf mit der Absage kam kurz vor unsere Abfahrt nach Ueckermünde. Das fanden wir wirklich sehr schade, vor allem für ihn. Die Gesundheit geht aber auf alle Fälle vor!

So fuhren Gudrun und ich also nur zu zweit in den östlichsten Teil unseres Bundeslandes. Der Veranstaltungsort befindet sich gleich hinter der Ortschaft Grambin, nur kurz hinter dem Ortseingang von Ueckermünde am Greifen-Gymnasium gelegen.

Der Parkplatz vor dem Gymnasium war bereits gut gefüllt. Nicht nur aus Deutschland waren Sportler angereist, sondern auch aus dem Nachbarland Polen. Direkt mir gegenüber hatte Harald von unserer Laufgruppe Schwerin geparkt und so hatte ich schon kurze Zeit später meine Startnummer in den Händen. Harald hatte zwar auch für Matze die Starnummer abgeholt, konnte sie aber wieder zurückgeben. So etwas ist wirklich sehr kulant!

Link zum Laufprotokoll

Besonders freute ich mich, dass doch noch eine ganz persönliche Fantruppe aus Greifswald angereist war. Meine Mutter und mein Bruder hatten sich bei dem schönen Wetter doch kurzentschlossen auf den Weg nach Ueckermünde gemacht. Nach einer kurzen Begrüßung holte ich Gudruns Klapprad aus dem Auto und machte mich so langsam startklar. Ich hatte mir bei den heutigen Temperaturen um die 6 °C für eine halblange Hose und ein kurzes Laufshirt entschieden. Das sollte passen.

Hier etwas für die Statistiker unter uns Läufern: Der veranstaltende SV Einheit Ueckermünde konnte heute eine neue Rekordbeteiligung vermelden! Bei den Halbmarathonis gingen 100 Sportler und beim Marathon 57 Sportler an den Start. Hinzu kamen 68 Sportfreunde über 5 km, 43 Sportler über 2 km sowie 28 Nordic Walker über die Distanzen von 7 km, 14 km bzw. 21,1 km. Das macht summa summarum 296 Sportfreunde.

Kurz vor dem Start bewegte sich nun alles in Richtung Anklamer Straße bzw. L31, wo der Start erfolgen sollte. Kurz nach elf Uhr setzte sich das Starterfeld in Richtung Ueckermünde in Bewegung. Nach ca. 500 Metern bog die Strecke rechts in die Ravensteinstraße ab, vorbei an Einfamilienhäusern links und rechts des Weges.

Ich lief erst einmal mit dem Pulk mit und versuchte so nebenbei mein Tempo zu finden. Die ersten drei Kilometer liefen wie von selbst und ich staunte bei einem kurzen Blick auf meine Laufuhr nicht schlecht: noch Sub-5er-Schnitt!

Bei Zarowmühl, ungefähr bei km 3, kam ein Wäldchen in Sicht. Hier ging es zunächst immer weiter geradeaus. Kurz hinter der Brücke über die Zarow machte die Strecke einen Bogen nach rechts. Ungefähr auf der Hälfte des 7-km-Rundkurses erwartete uns ein Verpflegungspunkt mit Wasser, Tee und Obst. Ich nahm ein Schlückchen Wasser und lief dann weiter auf der Ernst-Thälmann-Straße in Richtung Grambin, also wieder in Richtung Start/Ziel.

Nach der nächsten Brücke kam schon Grambin in Sicht. Mittlerweile hatte sich das Feld ziemlich weit auseinandergezogen und die Walker, die in der Gegenrichtung unterwegs waren, kamen uns nun entgegen. Ein guter Kilometer führte uns an Einfamilienhäuser vorbei durch Grambin, bis es wieder einen leichten Anstieg hinauf über die Zarow in Richtung Ueckermünde ging.

Der letzte Kilometer des Rundkurses führte nun schnurstracks zurück zum Gymnasium. Auch meine persönliche Fantruppe stand kurz vor dem Ziel am Wegesrand und feuerte mich an. Nach einem kurzen Schwenker war ich nach 36:08 min das erste Mal durch das Zieltor gelaufen, umkreiste die Wendekegel und fühlte mich eigentlich noch recht fit.

Die zweite Runde lief ebenfalls noch recht flüssig, war allerdings schon mal 1:30 min langsamer als die erste Runde. 12 bis 14 km bin ich in den letzten Wochen im Training schon mehrfach gelaufen, also kein Problem.

In der dritten und letzten Runde machten sich langsam nun doch die ersten Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Dass ich langsamer wurde, merkte ich auch daran, dass ich jetzt ab und zu überholt wurde. Aber die, die mich überholten, wunderten sich teilweise auch, dass sie mich erst jetzt überholten. Also war ich doch ganz gut drauf 😉 .

Meine Optimalvariante, noch unter 1:50 h ins Ziel zu kommen, erfüllte sich leider nicht. Mit den erzielten 1:52:18 h war ich aber trotzdem noch recht zufrieden. Im letzten Jahr war ich stets langesamer unterwegs gewesen. Ueckermünde scheint also wirklich eine schnelle Strecke zu sein! Also hier ein kleiner Tipp von mir: Wer Bestzeiten versuchen möchte, sollte sich statt Berlin einfach mal den Ueckemünder Haffmarathon vormerken!

Nach einer kurzen Verschnaufpause im Ziel nutzte ich die sehr guten Duschmöglichkeiten in der Sporthalle und hatte nun auch richtig Appetit auf den angebotenen Erbseneintopf.

Allerdings verfolgten wir dann nicht mehr das komplette Rennen der Marathonis, denn zum einen mussten wir nicht auf Matze warten und zum anderen wollten wir noch zu einer kleinen Geburtstagsfeier in der Nähe (als Überraschungsgäste).

Nach dem Zieleinlauf der ersten drei Marathonis machten wir noch eine kleine Stippvisite in das Stadtzentrum von Ueckermünde und zum Hafen. Im Stadthafen warteten etliche Reiher geduldig auf der anderen Wasserseite auf ihre Beute, ließen sich auch von den Anglern, die ein paar Meter weiter vorne ebenfalls die Hoffnung auf reichen Fischfang hegten, nicht stören.

Auch das Städtchen selber hat uns sehr gut gefallen und es lohnt sich bestimmt, im Sommer einmal wieder vorbeizuschauen 🙂 .

Ergebnisse: hier klicken!

Kategorie: Allgemein

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